Filmabend – Maschine und ICH

– über das menschsein von Computern

Ein Rechercheprojekt in Verbindung mit Zeitgenössischer Musik und Interaktion.

Kunst durch Künstliche Intelligenz. – Möglich?

Was sind diese Maschinen, und was tun sie, was wir nicht können?

Die Software ist unser Echtzeit – Komponist, Dirigent und unbedarftes Kollektiv -Mitglied. Sie fordert uns heraus und setzt gleichzeitig Grenzen. Wir sammelten erste Erfahrungen mit ihr, um daraus Konzertabende zu entwickeln.

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Was geschah:

Das LAB – ein Forschungstreffen IM Centraltheater Esslingen.

Programm:

20h K. Huber – Ein Hauch von Unzeit

Huber (1924-2017) schrieb das Werk mit dem Untertitel „Plainte sur la perte de la réflexion musicale“ 1972 als Piano und Flöten – Solo Komposition. Die sich verwebende Motivik, die sich durch Improvisation der Spieler verwebt, inspirierte andere Instrumentalisten, Versionen zu verfassen. Unter anderem die von uns aufgeführten. Wir leiten damit über in die „Interaktion mit Maschine“:

20:30h Echtzeitkomposition durch Anweisungen der SOftware

Do. 3.12.20 20h

Sa. 5.12.20 20h

Fr. 8.01.21 17h

SA. 9.01.21 17h

LAB: Es spielt das

Drei Orangen KollektiV & Gäste

Programming – Aaron Taudt

Kontrabass – Daniela Petry

Posaune – Tilman Schaal

Gitarre – Thilo Ruck

Saxofon – Florian Bergmann

Sprecher – Philipp Falser

Aus dem kursartiges Event mit Forschungs – Teilnehmer*innen im Rahmen der Pandemie-bedingten Publikumsbeschränkung entstand eine dreiteilige Dokumentation:

DER VIDEOPODCAST – HIER ZU SEHEN

Zum Hintergrund:

Unser Partner, der Programmierer Aaron Taudt hat seine eigens entwickelte Software machinelearning-musico genannt. Sie ist hier zu bestaunen.

Intelligente software, genauer Machine learning Module können nichts, was man ihnen nicht vorgibt. Was sie von Mensch und Tier unterscheidet: Sie sind endlos reproduzierbar und ihr Leben hat keinen „Rhythmus“ mit Lebens- und Familienplanung.

Was geschah:

Wir sind auf der Bühne in einer interaktiven Dreiecksbeziehung zwischen Publikum, Maschine und Musiker*innen.

Nach einem komponierten Eröffnungsstück lassen wir sinnbildlich die Hüllen fallen – die Improvisierte Musik wird gesteuert von der „Maschine“.

Doch auch nach den vier Tests gilt:

Unsere Machine kann noch nichts, sie ist ein nahezu leeres Gehirn. Sie braucht Daten um sinnvoll zu agieren und muss sich „darauf verlassen“ dass ein Ausdruck reproduzierbar ist, damit ihre „Erfahrungen“ zu etwas nützen – Wie en Baby, dass erkennt, wenn die Mama lächelt.

Darum planen wir einige Kooperationen, Austausch mit Experten der KI – Szene, Geisteswissenschaftler*innen und ausgefeilter Musik. Danke allen die bisher dabei waren!

Hintergrund:

Filmabend LAB wurde unterstützt vom Kulturamt Esslingen, der Ges. für prägende Klangerlebnisse in Ba. – Wü.

Recherche und Entwicklung war möglich durch ein Mikrostipendium durch das Frauenkulturbüro NRW und das Stipendium „takecare“ des Fonds darstellende Künste an Daniela Petry. takecare ist Teil des Bundesprogramms NeustartKultur.

Kamera Felix Brugger

Artwork Frau mit Maske von Attila Szamosi vidam.net

Schnitt Video – Podcast Vincent Franken weareframeless.de